Neuer Bedien- und Programmierplatz

Am Wochenende sind wir einer der letzten größeren Baustellen angegangen, dem Umbau des Bedienplatzes. Hier die Bildergeschichte zu Planung & Bau (sowie der Artikel zum ersten Bedienplatz hier):

Die Idee

Der schnöde Werkzeugwagen mit Spanplatte und billigen Inlineskater Rollen soll in einen höhenverstellbaren Programmier- und Bedienplatz umgebaut werden. So sah das bisher aus:

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Der neue Arbeitsplatz bietet:

  • Höhenverstellung, zur Verwendung als Steh- und Sitzarbeitsplatz
  • Versenkter Einbau von Tastatur und Handrad, damit nichts mehr herumfliegt
  • 10mm Rollen mit kugelgelagerten Drehkränzen für flüssigere Bewegungen
  • Integration des bestehenden Werkzeugschranks als Ablage für Werkzeug und Ersatz/Wartungsteile

So in etwa soll das ganze aussehen:

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Metallarbeiten

Die Konstruktion besteht aus 50x50x2mm und 30x30x1,5mm Stahlprofil und ein paar Abschnitten Flachmaterial.

Gleich zu Beginn der Aktion hatten wir mit der Metallsäge zu kämpfen, was uns gut eine Stunde gekostet hat. Irgendwie hatte der Vorbesitzer die Spindel des Schraubstocks ausgelutscht und bisher haben wir noch nicht geschafft für Ersatz zu sorgen. Mit Flachmaterial als Adapter hat ein einfacher Maschinenschraubstock Platz auf der Säge gefunden.

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Schweißen (hier mit MIG) ist klar Fabians Gebiet. Hier entsteht gerade der untere Rahmen für den neuen Wagen.

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Monitor sowie Tastaturtisch werden ergonomisch im 10 Grad Winkel angebracht.

Zugegeben, die Konstruktion ist mal wieder etwas massiv geworden und trägt locker einen 40 Zoll Röhrenfernseher 😉

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Auch beim anzeichnen von Befestigungslöchern wird natürlich auf Sicherheit gesetzt. Dabei sind nach neuster Erkenntnis zwingend Gehörschutz und feuerfeste Handschuhe zu tragen.

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Elektro(nik)

Die alte Steuerkonsole wird erst mal demontiert und findet später ihren Weg auf die neue Montageplatte. Künftig sollen noch ein paar Funktionen nachgerüstet werden (z.B. Intervallauswahl für die Mindermengenschmierung).

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Lackierung

Lackiert wird wieder in RAL 3002 Verkehrsrot mit 2K PU MIPA 250 50 Lack. Diesen hatten wir auch schon für die Unterkonstruktion der Maschine verwendet und sind damit sehr zufrieden. Für eine gerollte Lackierung ist die Oberfläche wirklich sehr gut und widerstandsfähig. Für kleinere Ausbesserungsarbeiten gibt es den Lack mittlerweile sogar in der Sprühdose.

Die Gleitflächen erhalten eine dreifache Nass in Nass Lackierung, da hier die größten Belastungen auftreten.

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Holzarbeiten

Deckplatten und Tisch werden handfreundlich aus 15 bzw. 20mm MPX gefertigt. Für die Tastatur haben wir eine Vertiefung in die Platte gefräst, so dass diese flächenbündig eingebaut werden kann. So bleibt alles immer schön an seinem Platz.

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Montage

Damit die Konstruktion nicht wackelt und sich trotzdem gut in der Höhe verschieben lässt, bringen wir im Rohr selbstklebende Teflonzuschnitte an. Diese hier waren eigentlich als Möbelgleiter gedacht. Zusammen mit der Lackierung und dem Teflon gibt es nur minimales Spiel, so dass keine weiteren Klemmungen nötig sind.

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Als Rollen kommen 100mm Blue Wheels mit Drehkranz zum Einsatz.

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Das Leitungspaket (übrigens von einem alten Staubsaugerschlauch umgeben) wird erst mal provisorisch befestigt, bis die Kabel everlängert wurden.

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Endergebnis

Wir sind zufrieden mit unserem neuen Arbeitsplatz!

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Am Ende hat die Platte noch drei Schichten Klarlack auf Acrylbasis bekommen, um Feuchtigkeit und Öl abzuweisen. Am liebsten wäre mir ein lösungsmittelhaltiger Lack gewesen, die scheinen jedoch im Baumarkt komplett ausgestorben zu sein.

ToDo

Bei Gelegenheit werden wir noch folgende Punkte erledigen…

  • Einbau einer Gasdruckfeder, um das Heben/Senken zu unterstützen
  • Schubladen Innenausstattung für Spannzangen und Fräser
  • Ein paar neue Haken für die Lochwand des Stahlschranks
  • Verlängerung der Leitungen um ca. 2 Meter für mehr Bewegungsfreiheit

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