Es wird grün in der Werkstatt und das liegt nicht am Frühling. Bei angenehmen “Remscheider Abladewetter” (Regen, Kalt, immerhin kein Schnee) verbringen wir eine WF41C von 1986 in die Halle und heißen damit auch einen Dritten Mann in der Werkstatt willkommen. Mehr dazu in einem eigenen Post 🙂

Mikron WF41C
Jetzt erstmal zur Maschine. Kurzum: Ein Schweizer Eisenschwein mit ausreichend Leistung, einer etwas älteren aber stabilen Steuerung und solidem Aufbau.
| Verfahrwege X/Y/Z | 630mm/500mm/460mm |
| Spindelmotor | 8kW, 31.5 – 3.1250 U/min, 21 Getriebe-Drehzahlen |
| Werkzeugschnittstelle | SK40 DIN2080 mit Einzugsnut |
| Vorschub / Eilgang | 3m/min / 6m/min |
| Steuerung | Heidenhain TNC |
| Baujahr | 1986 |
Wieso eine weitere Fräsmaschine?
Unser Dritter Mann in der Werkstatt hat auf einer baugleichen Maschine gelernt und noch viele Jahre bei seinem vorletzten Arbeitgeber darauf gearbeitet. Entsprechend kennt er die Maschine, aber speziell die Steuerung, in und auswendig.
Unsere DMU 50T findet er zwar auch spannend und es wird sicher mal Projekte an der DMU geben, ein wirkliches Schruppschwein ist die allerdings nicht und in Sachen Verfahrwege auch etwas eingeschränkt.
Abladen
Natürlich kommt der Stapler wieder von Finger aus Wermelskirchen. Es ist die gleiche Maschine wie letztes Jahr beim Abladen der Spinner Drehmaschine, ein 6,2t Treibgasstapler – der wäre zwar streng genommen nicht nötig gewesen, gibt uns aber etwas Leistungs/Tragkraftreserve und wir hoffen diesmal bis zur Türe durchfahren zu können.
Pünkltich stand der LKW vor der Türe, sogar mit kurzem Anruf 3h und noch mal 20min vorher.

Einbringen
Diesmal mussten wir nicht ganz so viel umbauen bzw. verschieben, die Vorarbeiten hatten wir bereits am Wochenende davor abgeschlossen.
Wir haben nach wie vor das Problem mit der Engstelle am Gebäude. Hinzu kommt eine in verschiedene Ebenen unebene Einfahrt, die definitiv das Potential hat eine Maschine von den Gabeln zu holen. Unsere ersten Versuche mit dem Stapler direkt vor das Tor zu fahren sind missglückt, es haben Zentimeter gefehlt.
Am Ende hat es dann mit etwas Arbeit mit dem Seitenschieber doch hingenauen und die Maschine konnte auf die Transportrollen gesetzt werden.

Ab hier ging’s dann wie gewohnt weiter mit der elektrischen Ameise als Zugpferd bzw. dem Kettenzug für die anspruchsvolleren Stellen des ebenfalls in mehrere Ebenen unebenen Bodens. Bergisches Land halt.

Und so steht die Maschinen nun an ihrem neuen Platz. Die fahrbare Umhausung haben wir aktuell noch weg gelassen – der Verkäufer hatte die Maschine wohl schon länger nicht mehr gereinigt… Also ist die nächste Zeit erstmal Putzen angesagt.

