Spinner TC65 MC – Es geht weiter

Nachdem die Maschine vor knapp drei Wochen den Weg in die Werkstatt gefunden hat geht es nun daran die Einrichtung abzuschließen und endlich ein paar Späne zu machen.

Hier der Überblick über die nächsten Aktionen, bevor es dann endlich los gehen kann:

  • Austausch der Beleuchtung, Umrüstung auf LED [DONE]
  • Anfertigung von Höhenausgleich für die Maschinenfüße [DONE]
  • Beschaffung von Spannzangen [DONE]
  • Konterschraube von Not-Aus nachziehen
  • Fehlenden Schlüssel für Türblockierung beschaffen
  • Türzuhaltung/Sicherheitsschalter neu befestigen
  • Druckluftpistole anbringen
  • Teilefänger Pneumatikzylinder neu abdichten und Förderband neu spannen, Antrieb schmieren
  • Halter für die Ölnebelabsaugung bauen
  • Beim Abladen verbogenes Blech wieder richten
  • Schloss der Schaltschranktüre reparieren
  • Alle Blechverkleidungen wieder anschrauben
  • Maschine von CEE32A auf Festanschluss anschließen
  • Regal an Vorderseite der Maschine anbauen
  • Fußtaster und Bedienteil für die Werkstückspannung neu beschriften
  • ….

Fange wir gleich mal mit ein paar Themen an.

Beleuchtung

Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, nervt aber trotzdem. Die Maschineneuchte ist defekt und es bleibt dunkel im Bearbeitungsraum. Bevor wir jedoch eine neue Leuchtstoffröhre einbauen kommt lieber gleich eine leistungsstarke LED Beleuchtung in die Maschine.

Wie auch bei der DMU50T wird es eine LED2WORK TUBELED40 II, diesmal aber nur mit 16W und knapp 360mm Länge. Das reicht dicke für den Arbeitsbereich der Maschine.

Da wir in Sachen Position noch nicht ganz schlüssig sind nehmen wir wieder die Magnethalter. Auf der Höhe landen hoffentlich nicht all zu viele Späne.

Im Schaltschrank ist eine Menge los, die Kabelkämme sind prall gefüllt.

Die Suche nach den richtigen Leitungen war etwas fummelig, hat dann aber doch nur ein paar Minuten gedauert. Mittlerweile haben wir ein Gefühl für Pläne und Schaltschränke entwickelt.

Immerhin war die Beschriftung noch vollständig intakt.

Es werde Licht. Vorer und nachher. Und ja, das lose Kabel wird noch befestigt.

Spannzangen 185e (F66)

Ohne Werkzeug nützt auch die beste Maschine nichts. Im Fall der Spinner Drehmaschine sind das neben Werkzeughaltern und angetriebenen Werkzeugen die passenden Spannzangen für das 185e Futter. Bei der Maschine war nur eine einzelne Spannzange in 18mm dabei…

Zubehör war keines bei der Maschine dabei, abgesehen von einer einzelnen verbauten 18mm Spannzange, Bauform 185e (F66). Weil man mit 18mm etwas eingeschränkt ist und der Spindeldurchlass von 65mm bei Weitem nicht ausgeschöpft ist müssen ein paar Spannzangen her.

Das ist gar nicht so günstig. Mit einem Spannbereich bis 60mm und 110mm Höhe sind die Teile aber kein Vergleich zu den ER32 die wir ansonsten verwenden.

Damit es schnell geht kommen 3 Spannzangen, u.a. in Größe 20 für den 3D Messtaster, als Neuware von Krefting. Preis jeweils knapp 60 Euro.

Ein neuerlicher „Beutezug“ ins ländliche Hessen war sehr erfolgreich. Jetzt sind wir um achtzig Spannzangen und vier angetriebene Werkzeuge reicher und können fast alles im Bereich von 10 bis 60 abdecken. Vielen Dank an den freundlichen Forenkollegen, der mir hier sehr weitergeholfen hat!

Spannzangen haben in der Regel nur einen sehr engen Spannbereich (ca. +0 / –0,5 mm) und müssen gut auf das Material passen… Bei hohen Rundlaufanforderungen sind sogar nur -0,1mm möglich. Gerade bei etwas rauherem Stangenmaterial kann das nervig werden.

Um so erfreulicher ist der nächste Fund, der uns bei einem Händler über den Weg gelaufen ist. 11 Stück Ortlieb Rubberflex in gutem Zustand zu einem Stückpreis von ca. 50 Euro. Der Neupreis liegt um die 260 Euro… Damit lassen sich 2-3mm im Durchmesser kompensieren bei einer Rundlaufgenauigkeit um die 3/100mm. Vergleich: Normale Spannzangen liegen hier mit 5/1000mm deutlich drunter.

Auf der Wunschliste steht noch ganz klar ein Dreibackenfutter mit Kraftspannung. Hier müssen wir uns noch mal etwas einlesen, was die Kompatibilität mit unserem Hohlspannzylinder angeht. Eventuell muss ein Adapterrohr dafür angefertigt werden… aber hey, wir haben doch jetzt eine CNC Drehmaschine.

Jetzt gilt es noch einen passenden Lagerplatz für die Unmengen an Spannzangen einzurichten. Aktuell fristen sie ihr Dasein in schmucklosen Schäferboxen.

Wieso dreht das nicht?!

Die Enttäuschung war groß, als die angetriebenen Werkzeuge sich partout nicht drehen wollten. Beim Blick in den VDI30 Schacht zeigte jedoch, dass sich der Antrieb sehr wohl drehte… Schon mal gut.

Danach fiehl das Augenmerk auf die angetriebenen Werkzeuge – laut Recherche vor dem Kauf sollte VDI30 DIN 5482 passen. Augenscheinlich tun sie das auch. Es muss also an der Kupplung liegen, welche die Antriebswelle nach Arretierung des Revolvers nach vorne auf das angetriebene Werkzeug schiebt.

Fabian fand dann in der Bedienungsanleitung nach einiger Suche den rettenden Satz… Mit diesem M-Befehl kuppelt der Antrieb des Revolvers ein und lässt die Werkzeuge drehen.

  • M2=3 S2=100 für den Rechtslauf mit 100U/min
  • M2=4 S2=100 für den Linkslauf.

Ob das auch manuell geht haben wir bisher nicht herausfinden können. Ist an sich aber auch nicht so wichtig – hauptsache die AGW laufen!

Werzeuge einmessen

Klassich, zumindest wenn man keinen Toolsetter hat, werden Werkzeuge durch Andrehen und Messen mit der Messschraube gemacht. Etwas komfortabler geht es mit einem 3D Messtaster.

Vorher muss die Ausrichtung angepasst werden. Vier Schrauben im schwarzen Ring erlauben eine Axiale Verschiebung – etwas frickelig, aber nach 10 Minuten waren wir auf unter 1/100 mm.

Neue Schuhe & Ausrichtung

Dass unser Boden in der Werkstatt alles andere als Eben ist hat der ein oder andere hier vielleicht schon erkannt. Damit wir die Maschine ausrichten können müssen noch ein paar Untersetzer her… Auf der rechten Seite der Maschine gilt es ein Fundament-Unterschied von 25mm auszugleichen, der durch einen Absatz entsteht.

Wir waren etwas faul und haben die bestehenden Unterleger

Ölnebelabsaugung

Ob wir die bei unseren Einzelteilen jemals wirklich benötigen – eher nicht. Aber wer weiß, vielleicht ziehen wir ja irgendwann mal ein paar Stangen am Stück durch die Maschine.

Damit der fette Brocken nicht auf dem Blech der Maschine lastet und nebenan keinen Platz wegnimmt muss eine Konsole her.

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