Neue Formatkreissäge zieht ein – Felder K700S

Wer unsere Geschichte länger verfolgt kennt vielleicht schon die Geschichte hinter unserer „Holzecke“. Die Maschinen stammen größtenteils von meinem Großvater, gerlernter Schreiner, der nach Renteneintritt noch viele Jahre fleißig Massivholzmöbel in seiner Garage gebaut hat.

Für die meisten unserer Projekte sind die Maschinen der „guten Hobbyklasse“ ausreichend, in Sachen Säge hätte es hin und wieder aber etwas mehr Leistung bzw. Schnitttiefe gebraucht. So kam es, wie es kommen musste… In den Kleinanzeigen stand 50Km entfernt eine Felder K700S aus 2017.

Mit Neukauf der Säge musste leider Opas Metabo TK1685D weichen, für zwei Sägen reichte der Platz nicht. Etwas wehmütig war mir schon dabei, den Stolz Opas kleiner Hobbyschreinerei zu verkaufen. Doch ich glaube er wäre stolz gewesen, dass sein Enkelkind – wenn auch nur als Hobby – Spaß am Holz gefunden hat.

Felder K700S

Ein paaar Zahlen und Fakten vorweg.

  • Motorleistung: 5,5kW + 1kW Vorritzer
  • 280cm Schiebetisch (Standard 250cm)
  • Elektrische Höhenverstellung des Sägeblatts
  • Separat angetriebener Vorritzer
  • Schwebene Absaughaube bzw. Blattschutz
  • Digitales Messsystem an Längenanschlag

Bei Felder gibt es drei Qualitätsstufen – Hammer, für den preiswerten Einstieg, Felder für solide Werkstattqualität und Format, die High-End Klasse mit allerlei Funktionen und gehobener Qualität. Von der guten alten Metabo kommend sind wir auf jeden Fall begeistert von der mittleren Stufe – alles ist solide verarbeitet, nichts wackelt.

Transport

Beim Verkäufer stand ein Stapler zur Verfügung, was bei über 650Kg Lebendgewicht der Säge natürlich sehr hilfreich war.

So konnte die Maschine schnell auf den Hänger verfrachtet und sicher verzurrt werden. Seit ein paar Monaten bin nun auch ich stolzer besitzer eines (sehr teuren) Anhängerführerscheins und darf endlich alles fahren was das Auto zieht.

Alternativ wäre es mit KfZ-Transportanhänger + Seilwinde aber auch gegangen. In Sachen Transport- und Anschlagmittel sind wir mittlerweile bestens ausgerüstet und können so ziemlich alles bewegen.

Aufstellung

Location, Location, Location. Aufgrund des Gewichts und der Aufstellmaße ist der Standort einer solchen Säge definitiv permanent. Damit auch große Platten kein Problem bereiten mussten wir etwas umdisponieren.

Anschluss

Erstmal hat sie nur Strom bekommen, die zentrale Absaugung befindet sich gerade noch im Bau. Ein paar Probeschnitte mussten es dann doch zum erfolgreichen Einzug sein. Viel Zeit blieb nicht – der Hänger musste zurück und am Tag drauf ging es erst einmal dienstlich ins Ausland.

Einen Blick habe ich dann doch riskiert, und zwar in den Schaltschrank. Durch die massive Blechklappe hat der eher U-Boot-Charakter. Hintergrund der Stipvisite: Zum Anschluss an die automatische Absaugsteuerung möchte ich an der Säge gerne direkt an die Hilfskontakte des Motorschützes gehen und spare mir so den Bau eines Zwischensteckers.

Alles ordentlich aufgebaut würde ich sagen:

Erweiterungen

Vom Hersteller gibt es eine menge nützliche Optionen / Erweiterungen… die sind jedoch nachträglich recht teuer und so werden wir vermutlich selbst ein paar Dinge einbauen. Mehr dazu in den kommenden Monaten.

Interessant für uns sind speziell:

  • Start/Stopp über ein weiteres Bedienfeld am Schiebeschlitten (top!)
  • Magnetisches Messsystem für die Anschläge
  • Winkeluhr an der Kurbel zur Kipp-Einstellung

Support?!

An Kleinigkeiten lässt sich recht schnell erkennen ob der Hersteller guten Service bietet oder nicht. Für die Säge brauchte ich noch eine Bedienungsanleitung und die gab es auf Nachfrage und ohne viel Gefrage innerhalb weniger Stunden per Mail.

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