Rundlaufgenauigkeit Chinaspindel

Nachdem die Chinaspindel jetzt schon seit Weihnachten hier rumliegt, habe ich sie gestern Abend endlich auf ihren Rundlauf prüfen können.

Aufbau

Messuhr
Messauflösung 0,01mm (10µm), Genauigkeit nach DIN 878

Fühlhebelmessgerät
Messauflösung0,002mm (2µm), Genauigkeit nach DIN 2270 0,003mm (3µm). Also ist ein Teilstrich ca. 0,005mm (5µm).

Als Messtisch habe ich einen Meter 45er Linearführung mit Wagen benutzt. Die Spindel liegt so sauber und ohne Spiel auf und ich habe genug Metall für das Magnetstativ. Einspannen war auch nicht nötig – 5Kg Eigengewicht der Spindel waren ausreichend.

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Messung

Gemessen wurde der Innenkonus an verschiedenen Stellen.

Bei der Messuhr war eine kaum merkliche Bewegung des Zeigers zu sehen. Entweder sitzt die recht dicke Messnadel im Konus an zwei Punkten auf oder, was natürlich schön wäre, die Abweichung liegt unter 0,01mm (10µm).

Das Fühlhebelmessgerät bestätigte es dann – an der schlechtesten Stelle im Konus habe ich einen Ausschlag von einem Teilstrich (0,002mm oder 2µm) sehen können. An der besten Stelle von 10 Messungen gab es eine fast nicht mehr wahrnehmbare Zeigerbewegung.

Zuzüglich Toleranz der Messuhr haben wir also eine Ungenauigkeit im Rundlauf von <5µm und liegen somit deutlich unter den vom Hersteller garantierten 0,01mm (10µm)!

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Mangels passendem Fräser konnte ich den Rundlauf der mitgelieferten Spannzange noch nicht testen. Da aber ohnehin nur eine dabei war und im Internet viel über die fragwürdige Qualität der Zangen zu lesen ist, kommt ein kompletter Satz Klasse 1 ER20 Spannzangen ins Haus. (DIN 6499B Klasse 1 : <5µm, Klasse 2 <15µm).  

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