Royal CNC für Mach 3 – Vorstellung

Es bewegt sich wieder etwas in Sachen Mach3 – und damit meine ich nicht etwa Mach4 sondern die brandneue Software Royal CNC von Siegfried König aus Koblenz. Nach einem Besuch vor Ort, regem Austausch und einigen geäußerten Featurewünschen möchten wir die Royal CNC Software nun auch bei unserer Maschine einsetzen.

Zu diesem Artikel gibt es ein Update! Bitte hier klicken.

Bevor es los geht hier schon mal ein paar Infos zu dieser spannenden Software.

Vorbereitung

Kürzlich haben wir die Steuerung bereits auf Touchscreen umgerüstet. Mach3 sowie Royal CNC lassen sich beide zwar auch mit der Maus bedienen, effektiver geht’s aber mit dem Finger.

Funktionen

Die Royal CNC Software hat gerade die Testphase abgeschlossen und wird in naher Zukunft käuflich erwerbbar sein. Mehr Details unter www.royal-cnc.de

Bis die Software offiziell auf den Markt kommt will ich in diesem Artikel schon mal ein paar Details zeigen und meine ersten Erfahrungen mit euch teilen.

Wo liegen die Unterschiede zwischen RoyalCNC und Mach3 (und den dafür verfügbaren Screens)?

  • Vollständig neu entwickelte Oberfläche mit eigener Struktur
  • Verzicht auf die langsame und leider fehleranfällige “Macro Pumpe”
  • Blockierung der manuellen Lösung der Werkzeugspannung wenn die Spindel dreht
  • Überarbeitung der Pausefunktion im Programmlauf für mehr Sicherheit
  • Eigene Routinen für das Antasten von Werkstücken
  • Benutzerverwaltung mit verschiedenen Rechteebenen (Einrichter, Bediener, Techniker, u.a.)
  • Und vieles mehr

Voraussetzungen

  • Windows 8 oder besser
  • Fertig eingerichtete Mach3 Installation
  • Royal CNC Software und Hardware Dongle

Screens

Der Bildschirm setzt ich aus vier Teilen zusammen (v.O.n.U.)

  • Funktionsleiste mit On Screen Keyboard, Screenshot Funktion, Hilfefunktion, etc.
  • Wahltasten für die Screens (Benutzerverwaltung bis Diagnose)
  • Screen mit den eigentlichen Funktionen bzw. Eingaben
  • Funktionsleiste mit den wichtigsten Funktionen im Schnellzugriff auf allen Screens (Programm Start/Pause/Stopp, Spindel, Kühlung, Absaugschuh anheben, Vakuum Druckanzeige, Vakuum Zonen, Ref und Benutzertasten)

Hier eine kurze Vorstellung der wichtigsten Screens.

Basis / Betrieb (Screen 02)

Der Basis Screen um Programme laufen zu lassen. Vorschub und Spindeldrehzahl werden als Balkengrafik angezeigt. Ebenfalls die aktuellen Vorschubwerte der Achsen und die verbleibende Laufzeit des aktuellen Programms, so ist immer alles im Blick.

Benutzerfunktionen / Benutzerverwaltung (Screen 11)

Neben der Erfassung der Arbeitszeit lassen sich rollenbasiert verschiedene Berechtigungen zuteilen. So kann z.B. ein “Einrichter” nur bestehende Programme verwenden und keine Änderungen an den Maschinenparametern vornehmen oder die Maschine beispielsweise manuell verfahren.

Gerade für Firmen ein interessantes Feature um Fehlbedienungen und teure Folgeschäden zu vermeiden.

Werkzeugverwaltung (Screen 14)

Insgesamt stehen 14 Werkzeugplätze zur Verfügung, die Bibliothek lässt sich Ex- sowie Importieren. Zum Einrichten neuer Werkzeuge findet man hier ebenfalls alle wichtigen Funktionen im Schnellzugriff (G28, Parkposition, Werkzeugspannung lösen, Werkzeuglängenmessung)

Aktuell wird an einer Funktion zum Import der Fusion360 Werkzeugbibliothek gearbeitet. Somit entfällt das manuelle übertragen von Werkzeugdaten.

Manuelle Bedienung (Screen 15)

Von hier aus kann die Maschine manuell verfahren und betrieben werden, um z.B. einfache Operationen händisch über das MDI Fenster zu programmieren.

Status der Bearbeitung (Screen 17)

Ähnlich zu Screen 02 (Basis). Hier hat man zur Programmlaufzeit nochmal alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Ebenfalls lassen sich Vorschub und Spindeldrehzahl manuell überschreiben.

Simulation (Screen 18)

Hier lassen sich Programme vorab auf der Steuerung simulieren um Fehler frühzeitig zu erkennen.

Maschinenparameter (Screen 19)

Einstellen von Maschinenkoordinaten / Positionen (etwa für den Werkzeugwechsel) sowie einige manuelle Funktionen welche zur Diagnose eingesetzt werden können (manuelle Steuerung der Absaugung, Licht, Absaugschuh, etc.)

Benutzerfunktionen (Screen 20)

Hier lassen sich bis zu 24 benutzerdefinierte Funktionen mit Icons (und tlw. mit Text) integrieren. Hinter jeder Funktion liegt eine Datei mit VisualBasic Code. Eine Vorlage für eigene Buttons im Vektorformat steht ebenfalls zur Verfügung.

Diagnose (Screen 21)

Absolute Position, relative Position, Limits und Vorschübe je Achse sowie eine Überwachung der Ein- und Ausgänge auf einem Blick.

Bezugspunkt setzen (Screen 45)

Bietet Zylken für die häufigsten Anwendungsfälle zum Antasten von Kanten, Punkten, Ecken, Innenkreisen, Außenkreisen. Grafisch lässt sich die Tastrichtung bestimmen.

Der Messtaster kann natürlich auch mit einem Versatz zur Spindel montiert werden. Wir planen beispielsweise schon seit längerem einen Renishaw 3D Messtaster fest an der Z Achse zu montieren.

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